Für lebendige Quartiere.

Die St.Galler Pensionkasse (sgpk) will das Wiesli im Museumsquartier überbauen. Das Quartier wehrt sich dagegen. Denn: Das Wiesli ist seit über 40 Jahren ein lebendiger grüner Begegnungsort für Familien und Nachbarn allen Alters, sowie für die angrenzenden Schulen.

In den 1970er Jahren haben die Quartierbewohnenden auf einer Brache neben der Kanti am Brühl im Einverständnis mit dem damaligen Eigentümer, dem Kanton St. Gallen einen naturnahen, sozialen Begegnungsraum erschaffen. Damals wie heute wird das Wiesli von der Quartiergemeinschaft in Eigenverantwortung und ohne öffentliche Zuwendungen bewirtschaftet. Vor wenigen Jahren erst gelangten die Parzellen in das Vermögen der sgpk. Die Grundeigentümerschaft ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung, keine Privatperson und damit dem öffentlichen Wohl verpflichtet. Das Quartier wurde jedoch vom Bauvorhaben völlig überrascht und vor vollendete Tatsachen gestellt.

Das Wiesli liegt nicht im Verdichtungsgebiet (kommunaler Strategieplan). Jahrelange Bemühungen das Wiesli zu retten sind gescheitert. Ein Kaufangebot über 1,6 Mio. Franken des Quartiers an die sgpk wurde abgelehnt, denn auch der Stadtrat hat das Quartier im Stich gelassen und war nicht bereit ein Darlehen zu vergeben. Die betroffenen Parzellen sollen nun als letztes Mittel durch die Initiative der Grünzone zugeteilt werden. Damit bleiben der Gestaltungsfreiraum, das Quartierzentrum, mehrere geschützte Bäume in der Baumschutzzone und das historische Ortsbild erhalten. Das Museumsquartier steht bei einer Annahme der Initiative weiterhin zu seiner finanziellen Beteiligung.

Die Wiesli-Initiative betrifft uns alle:

Naturnahe Begegnungsfreiräume, die gemeinsam in Eigenverantwortung geteilt werden, schaffen die Basis für ein tolerantes, lebendiges Miteinander. Diese Quartierzentren sind Teil einer lebenswerten, lebendigen und zukunftsfähigen Stadt.  Nur so können Eigeninitiative, Partizipation, nachbarschaftliches Engagement und damit der soziale Zusammenhalt gedeihen und sich dauerhaft verwurzeln. Dies entspricht auch den –> gesellschaftlichen Legislaturzielen der Stadt St. Gallen 2021-2024 unter dem Motto: «Unsere Quartiere – Lebensräume für alle!».

Warum zerstören, was sonst mit aufwändigen Konzepten erst erschaffen werden muss?

Sömmerliwiese, Wiesli, Boppartshof, … . Es darf nicht sein, dass die Innenentwicklung fortlaufend auf Kosten der bestehenden naturnahen Begegnungsorte in den Quartieren geht. Es ist höchste Zeit, dass die Politik aktiv und ehrlich ihre Verantwortung für Mensch und Natur wahrnimmt. Ein Ja zur Wiesli-Initiative setzt ein Zeichen für einen sensiblen Umgang mit den lebendigen Begegnungsfreiräumen und für den Erhalt von Lebensqualität in allen Quartieren der Stadt St.Gallen.

Schau hier, was bei der Überbauung des Wiesli verloren ginge und um was es bei der Wiesli-Initiative geht:
> Wiesli-Kurzportrait.pdf

Die Volksabstimmung wird im März 2023 erwartet.

Warum setzen wir uns fürs Wiesli ein? Erfahre mehr über unsere > Argumente oder besuche uns auf dem Wiesli!